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Wir helfen wo Hilfe gebraucht wird

Die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger und anderer Behinderung ist eine Elternvereinigung, die 1958 in den alten Bundesländern in Marburg gegründet wurde. Sie entstand aus der Notwendigkeit heraus, Menschen mit geistiger Behinderung die Möglichkeit auf Bildung und anerkanntes Leben zu eröffnen. Grundstruktur der bundesweiten

Lebenshilfe sind Ortsvereine bzw. Ortsvereinigungen, die nach deutschem Vereinsrecht ein eigenständiges Leben, gestützt auf das Grundsatzprogramm der Lebenshilfe führen. Sie schließen sich zusammen zu Landesverbänden und letztlich zum Bundesverband mit seinem Sitz in Marburg. 

Was bietet die Lebenshilfe Gera?

Was ist die Lebenshilfe?

In allen Jahrhunderten hat es Ideologen und Philoso­phen gegeben, die Menschen mit geistiger Behinderung als minderwertig charakterisierten und ihnen das Lebens­recht absprachen. Das Leben in der Gemeinschaft wurde ihnen verwehrt. Dass eine geistige Behinderung eine an­dere Form der Normalität menschlichen Lebens ist, hat sich als Erkenntnis in den letzten 50 Jahren Schritt für Schritt durchgesetzt. Die Lebenshilfe sieht ihre Pflicht und Aufgabe darin, diese Menschen dorthin zu führen, wo ihr Platz ist: im Leben. Dazu gehört, dass das jedem Menschen eigene Recht auf Bildung, Arbeit und soziale Sicherheit gewährleistet wird und es ist nicht zuletzt der Lebens­hilfe zu danken, dass in der Bundesrepublik Deutschland die Rechtslage im Laufe der Jahrzehnte diesem Anspruch zunehmend entsprach.

Die Lebenshilfe Gera hat darüber hinaus wie alle Lebenshilfevereine in den neuen Bundesländern eine weitere Wurzel ihrer Geschichte. In der ehemaligen DDR gab es etwa zeitgleich mit der damaligen Bundesrepublik gesetzliche Aktivitäten, die sich mit Menschen mit geistiger und anderer Behinderung befassten. Gestützt auf unterschiedliche Gesellschaftsansätze war die Entwicklung in der DDR anders. Die Bildungsarbeit blieb Förderstätten vorbehalten (nicht Schulen); die Menschen mit geistiger Behinderung wurden im wesentlichen medizinischen Disziplinen zugeordnet, woraus folgte, dass ihre Wohnstätten überwiegend Pflegeheime oder ähnlich strukturierte Einrichtungen waren.


Dem Anspruch auf Arbeit wurde man durch ein dreistufiges System gerecht:

  • Geschützte Werkstätten
    (mit unseren heutigen Werkstätten für Behinderte vergleichbar)
  • Geschützte Betriebsabteilungen
  • Geschützte Arbeitsplätze

Letzteres beginnt heute in dem Anspruch der sogenannten Außenarbeitsplätze Raum zu greifen.

Die Lebenshilfe sieht es als ihr uneingeschränkt verfolgtes Ziel an, dem Menschen mit geistiger Behinderung nicht einen, sondern seinen Platz in der Geselllschaft in umfassender Form zu gewährleisten.