Chronik


Nach dem Zusammenbruch der DDR und bereits in der Vorphase der Wiedervereinigung Deutschlands verlor das in der damaligen DDR entwickelte System seine Grundlage. In Gera und Umgebung betraf dies die geschützte Werkstatt in Ronneburg, die geschützte Werkstatt des Gesundheits- und Sozialwesens der Stadt Gera in der Wiesestraße, die Werkstatt der PGH Blindenhandwerk in der Feuerbachstraße, die geschützten Betriebsabteilungen für geistig behinderte Menschen der Fa. Sommermeier, des VEB Zählgerätewerkes,

des VEB Kammgarnspinnerei und des VEB Elektronik Gera. Die dort Beschäftigten setzten unbeschadet der Unsicherheit des weiteren Fortgangs ihre anspruchsvolle Aufgabe, den Menschen mit geistiger und anderer Behinderung eine „Arbeitsheimat" zu geben, fort. Einige der damaligen Auftraggeber dieser Werkstätten zählen noch heute zu den Partnern der Lebenshilfe. Am 28. April 1990 fanden sich betroffene Eltern von Menschen mit geistiger Behinderung und deren Helfer - zusammen und gründeten die OV Lebenshilfe e. V.


Der erste Vorstand

Aus folgenden Mitgliedern setzte sich der erste Vorstand zusammen:

  • Frau Kreisig(†) - Vorsitzende,
  • Frau Schuldt - stellv. Vorsitzende,
  • Frau Kütz,
  • Frau Brieg,
  • Frau Jäger,
  • Frau Dorstewitz und
  • Herr Eisermann.

Dieses Datum ist die Geburtsstunde der OV Lebenshilfe e. V. in Gera. Inzwischen ist die Zahl der Mitglieder der OV Lebenshilfe e.V. Gera-Stadt/Land 1990 von neun Mitgliedern auf 328 Mitglieder zum 31.12.2009 angestiegen. Diese Mitgliederzahl ist ein stabiles Fundament auch für die Arbeit des Präsidiums der OV Lebenshilfe Gera Stadt/Land e. V., der in seiner Mehrheit wiederum aus Betroffenen besteht und getreu dem Grundanliegen der Lebenshilfe ein Elternverein ist.